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Der K-Weg
1979 - 2011 1978 wurden die Planungen aufgenommen. Zunächst mussten Vereinsvorstand und Mitgliederversammlung zustimmen. Dieses stellte kein Problem dar, und in bescheidenem Maße wurden auch finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Eine 16-köpfige Arbeitsgruppe bildete sich, die den Wegeverlauf festlegen sollte. Vorgabe war: der Weg musste in Nähe der Stadtgrenze gehalten werden.Im Frühjahr 1978 nahm die Arbeitsgruppe ihre Arbeit auf. Im September des gleichen Jahres wurde dem Hauptvorstand in Krefeld der Plan mit dem Wegenetz vorgelegt.
Nach dem O.K. aus Krefeld
wurden die Privatbesitzer von Wegen, die LINEG, die Forstbehörde,
die untere Landschaftsbehörde, die Kreisstelle der
Landwirtschaftskammer des Kreises Wesel, die Stadt Kamp-Lintfort und
die angrenzenden Gemeinden eingeschaltet. Oftmals waren
Genehmigungen erforderlich, manchmal brauchten die Behörden nur
informiert werden. Alle Betroffenen stimmten zu, es gab keine
Einwendungen. Am 1. Mai 1979 wurde der Rundwanderweg zum ersten Mal gelaufen – 40 km an einem Stück. Seitdem ist der 1. Mai traditionell im Wanderplan des Ortsvereins reserviert für diese Tour, auch wenn sie inzwischen auch nur noch in Teilstrecken gelaufen wird.
Am 1. Mai 2004 feierten wir
das 25-jährige Bestehen des K-Weges. Unter Beisein des
Kamp-Lintforter Bürgermeisters Dr. Christoph Landscheidt wurde der
Weg nunmehr offiziell auf den Ideengeber Heinz Kames umbenannt,
nachdem vereinsintern schon lange das K im Kreis nicht mehr für
Kamp-Lintfort stand.
Von der ehemaligen Gaststätte
Voß, am Ostrand der Stadt, führt der Weg auf dem Ufer des
Anrathskanals nördlich der Bergehalde zur Siedlung Kohlenhuck. Über
die K 33 zur Hier überqueren wir zum ersten Mal den an dieser Stelle gut sichtbaren Wasserlauf der „Fossa Eugeniana“, einen Kanal – der ab 1626 gebaut – Rhein und Maas verbinden sollte.
Im weiteren Wegeverlauf liegt der englische Soldatenfriedhof. Durch typische Niederrheinlandschaften, Wiesen, vorbei an Kopfweiden, geht es auf z. T. geschotterten, teilweise asphaltierten Straßen zum „Haus Heideck“, kurkölnisches Ritterlehen, das 1301 erstmalig urkundlich erwähnt wird. Von hier durchqueren wir das Waldgebiet der Leucht, wegen seines Freizeitwertes ein vielbesuchtes Naherholungsgebiet. An seiner Westseite schließt sich der Niederkamper Wald an, den der Wanderweg nur kurz berührt. Am Westrand des Waldes steht unsere Sitzgruppe „Wilhelmsruh“, zwei Bänke und ein Tisch.
Weitere Station auf dem Weg
ist die Ortschaft Hoerstgen, einst „Reichsfreie Herrlichkeit“. Östlich davon, im Feld gelegen – baumbestanden – die „Spanische Schanze“, eine Befestigungsanlage der Fossa Eugeniana.
Nach südlichem Verlauf trifft
der Wanderweg auf den Damm der vor dem 1. Weltkrieg geplanten
Bahnlinie Moers – Geldern, deren Ausbau durch den Versailler
Friedensvertrag 1919 untersagt worden ist. Den Bahndamm kreuzend,
über die Klotenstraße und die Vluynbuschstraße erreichen wir Eyll
und sehen am Fuße des Eyller Berges die Eyller Kirche liegen, 1430
erbaut und zur ehemaligen Wasserburg Eyll gehörend, die der Kirche
gegenüber in der Niederung lag. Die Ruine wurde 1976 abgebrochen.
Über den Rayer Berg, durch die Waldungen bei der Schachtanlage
„Norddeutschland“, entlang dem Landwehrgraben, der ehemaligen Grenze
zwischen Kurköln und Kleve, kommt der Weg zum Ausgangspunkt zurück. |